Strukturwandel im Rheinischen Revier: Ringvorlesung „Klimakrise und Nachhaltigkeit“ startet am 3. November

27.10.2026|12:36 Uhr

Wie kann aus der größten Braunkohleregion Deutschlands eine klimaneutrale Wirtschafts- und Industrieregion werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Ringvorlesung „Klimakrise und Nachhaltigkeit“, zu der das Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent) und das Wuppertal Institut gemeinsam mit dem AStA der Bergischen Universität Wuppertal und den Students4Future bereits zum elften Mal einladen. Die diesjährige Reihe widmet sich dem Rheinischen Revier und seinem weitreichenden Strukturwandel.

Der Ausstieg aus der Braunkohle verändert eine ganze Region, und das wirft Fragen auf, die weit über die Energieversorgung hinausgehen: Welche Voraussetzungen braucht ein geordneter Kohleausstieg? Wie können Unternehmen ihre Produktion auf neue Technologien und Klimavorgaben ausrichten? Und was braucht es, damit die Menschen vor Ort den Wandel mittragen und ihm vertrauen?

Antworten darauf suchen sechs Vorträge, in denen Fachleute aus verschiedenen Disziplinen laufende Projekte und Forschungsansätze aus dem Rheinischen Revier vorstellen. Das Spektrum reicht von neuen Formen des Wirtschaftens über die Rolle des Kohlenstoffs in einer klimaneutralen Industrie bis zu regionalen Kooperationen und nachhaltigen Lieferketten. Dabei geht es immer auch darum, wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen. Als Rahmen dient das Projekt „IN4climate.RR“, mit dem das Wuppertal Institut und NRW.Energy4Climate die Industrie im Rheinischen Revier auf ihrem Weg zur Klimaneutralität begleiten.

Beitrag aus unserem Lehrstuhl

Auch unser Lehrstuhl ist beteiligt: Am 17. November spricht unsere Doktorandin Kristin Krebs gemeinsam mit Lisa Kolde (Wuppertal Institut) unter dem Titel „Zukunftsfähig wirtschaften“ über neue Wirtschaftsformen im Strukturwandel.

Termine

Die Vorlesungen beginnen jeweils dienstags um 18 Uhr.

  • 03.11.2026: „Industrie im Wandel“ mit Christoph Zeiss (Wuppertal Institut) und Elisa Kügler (NRW.Energy4Climate). Auftakt in Präsenz in der ehemaligen Bundesbahndirektion (Döppersberg 41, Raum BBD.04.54) und digital

  • 17.11.2026: „Zukunftsfähig wirtschaften“ mit Lisa Kolde (Wuppertal Institut) und Kristin Krebs (BUW)

  • 01.12.2026: „Die Zukunft des Kohlenstoffs“ mit Christoph Zeiss (Wuppertal Institut) und Maximilian Witting (LMU München)

  • 15.12.2026: „Regionale Kooperationen für die Kreislaufwirtschaft“ mit Jan Bitter-Krahe (Wuppertal Institut)

  • 12.01.2027: „Energieinfrastrukturen für morgen“ mit Maximilian Blum (Wuppertal Institut) und Jörg Radtke (TH Ingolstadt)

  • 26.01.2027: „Industrielle Wertschöpfungsketten im Umbruch“ mit Alexander Scholz (Wuppertal Institut) und Armin Paasch (Misereor)

Teilnahme

Die Teilnahme an sämtlichen Veranstaltungen ist kostenfrei. Die Vorträge werden aufgezeichnet und im Anschluss als Videomitschnitt bereitgestellt. Für die Auftaktveranstaltung wird eine Anmeldung zur besseren Planung erbeten, für die digitalen Termine (via Zoom) ist keine Anmeldung nötig. 

Weitere Informationen, Anmeldung und Zoom-Link: Beitrag der Universität und transzent