UNESCO-Lehrstuhl-Konferenz 2026: Wie kommen die SDGs von der Theorie in die Praxis?

06.10.2026|15:15 Uhr

Vom 30. September bis 2. Oktober 2026 fand an der TU Dortmund die Internationale UNESCO-Lehrstuhlkonferenz statt, gemeinsam ausgerichtet von der TU Dortmund und der Deutschen UNESCO-Kommission. Unter dem Titel „International Cooperation in Higher Education and TVET – Bridging the gap between theory and practice of SDGs“ diskutierten Teilnehmer*innen aus 40 Ländern, wie nachhaltige Entwicklung in Bildung und Praxis gelingen kann. Unser Lehrstuhl war mit Prof. Dr. Christine Volkmann, Kristin Krebs, Antonia Dietl und Dr. Andrew Isaak vertreten. 

Unsere Höhepunkte der Konferenz

  1. Workshop zu Cultural Entrepreneurship and Policy: Christine Volkmann und Julius Heinicke leiteten den Workshop. Die Inputs von Prof. Dr. Ly Thien Trang, Prof. Dr. Avril Joffe und Andrew Isaak zeigten, wie unternehmerische Ansätze Kulturpraxis, kreative Communities und Kulturerbe stärken und zugleich zu nachhaltiger Entwicklung beitragen können.

  2. Unsere Poster im Gespräch: Kristin Krebs stellte aus ihrer Promotion das Multispecies Innovation Tool vor, das Tiere, Pflanzen und Ökosysteme als Akteure in Innovationsprozesse einbezieht. Antonia Dietl präsentierte das Projekt „Measuring the Path to Net Zero for Regenerative Agriculture in Kenya“, das im Seminar „Sustainable and Inclusive Innovation in Africa“ mit der Ololo Safari Lodge & Farm in Nairobi entstand. Im Rahmen des Seminars hat eine Gruppe aus Studierenden ein Datenmanagement Tool für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Ololo Safari Lodge & Farm entwickelt.  

  3. Workshops und World Café: Besonders eindrücklich waren die Workshops zu Mensch-Wald-Wasser-Verbindungen (UNESCO Chair in Human-Water-Systems) und zu Leadership für Bildung für nachhaltige Entwicklung (Leuphana Universität Lüneburg). Im World Café wurde deutlich, wie unterschiedlich die Stakeholder sind, die einbezogen werden müssen, von indigenen Völkern beim Fluss- und Waldschutz bis zu Schüler*innen in der beruflichen Bildung.

  4. Der Wert des Netzwerks: Die Themen reichten von Berufsbildung und Digitalisierung über Kreislaufwirtschaft und Stadtentwicklung bis zum Schutz des Kulturerbes. Uns verbindet die Überzeugung, dass Hochschulen Verantwortung haben, zu handeln und nicht nur zu analysieren.

Wir nehmen viele Anregungen mit und freuen uns auf neue Partnerschaften. Ein herzliches Dankeschön geht an die TU Dortmund und die Deutsche UNESCO-Kommission für die Organisation sowie an alle Teilnehmer*innen für die inspirierenden Gespräche.